Chronik

des Eishockeyvereins Grafenhaun

Bereits vor der Gründung des Vereins, spielten junge Burschen aus Grafenhaun und Umgebung auf den umliegenden Weihern Eishockey. Es wurde unter einfachsten Bedingungen gehackelt, unter anderem stand schon mal der Torwart mit Gummistiefeln und einem Besen im Tor. Da die Burschen bis in die Nacht hinein ihrem Hobby nachgingen, mussten Autoscheinwerfer für das nötige Flutlicht sorgen. Ihre ersten Wettkampferfahrungen sammelten die Grafenhauner Cracks bereits bei Freundschaftsspielen mit eishockeybegeisterten Burschen aus den umliegenden Dörfern.

Da 1970 der Eishockeysport immer mehr interessierte und begeisterte Anhänger fand, entschlossen sich Max Faltermeier, Franz Dachs und Eduard Faltermeier einen Verein zu gründen. Zur Gründungsversammlung trafen sich die begeisterten Eishockeyfreunde im Gasthaus Heckner in Grafenhaun.

Gründungsmitglieder des EV Grafenhaun

  • Max Faltermeier  +
  • Franz Dachs  +
  • Eduard Faltermeier  +
  • Jakob Asen
  • Georg Ganslmeier
  • Paul Simbürger
  • Max Reitmeier
  • Matthäus Faltermeier
  • Robert Heckner

Max Faltermeier gründete aus damals „wilden Spielen“ die seinerzeit in Bayern wohl einmalige Landshuter Eishockeymeisterschaft (LEM) für Firmen- und Hobbymannschaften, die bis heute Bestand hat.

Die ersten Mannschaften, die an diesem Turnier um Punkte kämpften waren:

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Mit Einführung dieser Punkterunde wurde das Spiel der Mannschaften härter und körperbetonter ausgetragen, und so mussten Ausrüstungsgegenstände besorgt werden.
Da der Eishockeysport noch in den Kinderschuhen steckte, war dies für die teilnehmenden Mannschaften nicht einfach. Es war ein Verdienst von Max Faltermeier und Franz Dachs, die ausrangierte Ausrüstungen des EV Landshut besorgten und an die teilnehmenden Mannschaften verliehen.

In der Saison 1970/71 organisierte man die LEM , wozu sich immer mehr Mannschaften anmeldeten und der EVG spielte erstmals mit eigenen Trikots in den Vereinsfarben blau/gelb.
Im Jahr darauf spielten bereits 12 Mannschaften in der LEM, wobei sich hier Kronwinkl den Pokal – knapp vorn dem EVG – holen konnte. Die Vorstandschaft des EVG entschied sich einstimmig den Verein ab 01.11.1972 beim Bayerischen Landessportverband anzumelden.
Der Spielbetrieb in der LEM wurde auf 2 Gruppen aufgeteilt und man folgte dem Leistungsprinzip, mit Auf- und Abstieg in der jeweiligen Gruppe. In dieser Saison sicherte sich der EVG zum ersten Mal den Sieg in der Landshuter Meisterschaftsrunde.

Am 22.06.1973 meldete man eine Mannschaft bei Bayerischen. Eishockeysport Verband zum Punktspielbetrieb in der Kreisliga an. Die teilnehmenden Mannschaften kamen aus:

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Heimspiele wurden in Dorfen ausgetragen und die Eiskosten wurden von jedem Spieler selbst getragen. Trotz Doppelbelastung mit Spielen in der LEM und der Kreisliga belegte man einen hervorragenden 5. Platz in der Verbandsliga.

1974 gab Max Faltermeier sein Amt als 1. Vorstand an Robert Heckner ab.
Das Jahr 1975 war das erfolgreichste Jahr in der kurzen Geschichte des Vereins. Mit der 1.Mannschaft wurde man Vizemeister in der Kreisliga und die jungen Spieler der 2.Mannschaft feierten die Vizemeisterschaft in der LEM. Zeitgleich wurde das Gedächtnisturnier für den durch einen Verkehrsunfall verunglückten Reinhard Staudinger ausgetragen.

Im Jahre 1977 nahm der Bay. Eishockeyverband ein Namensänderung vor, und aus der Kreisliga wurde die Landesliga. Die neue Landesligamannschaft bestand nun aus vielen auswärtigen Spielern, während die 1. und 2. Mannschaft in den jeweiligen Gruppen der LEM spielten. Max Faltermeier wandte sich der Jugendarbeit zu und formte aus den jungen Burschen des Dorfes eine Schülermannschaft.

1980 feierte man ein 2-tägiges Gründungsfest zum 10- jährigem Jubiläum mit Einweihung des Kinderspiel- und Sportplatzes incl. 3 Asphalt Stockbahnen und Gründung einer Stockschützen-Abteilung.

1986 trennte sich die Abteilung und gründete einen eigenständigen Verein, den SC Grafenhaun.

1980 übergab Robert Heckner sein Amt als Vorstand an Manfred Deller. In den nächsten Jahren spielte die Landesligamannschaft nur mit mäßigem Erfolg.

1984 kam es in der Vorstandschaft zu erheblichen Meinungsverschiedenheiten, woraufhin man die LEM nicht mehr durchführte. Die Landesligamannschaft, größtenteils mit auswärtigen Spielern bestückt, spielte die Saison noch zu Ende und trat anschließend komplett aus dem Verein aus. Aus diesen Spielern und Mitgliedern der Vorstandschaft wurde in Ergolding ein eigenständiger Verein gründete. Josef Ganslmeier übernahm das Amt des 1.Vorsitzenden von Manfred Deller. Die Zeichen standen auf Neuanfang und so formte man aus der ehemaligen Schülermannschaft eine starke Truppe für die LEM.
In dieser Saison veranstaltete man zur Erinnerung an den verunglückten Franz Weingart ein Gedächtnisturnier. Nach dreimaligem Gewinn konnte der EV Piflas den Pokal für sich
gewinnen.

In den kommenden Jahren übernahm der EVG die Regie für die LEM und spielte mit 2 Mannschaften aus Grafenhaun in dieser Runde erfolgreich mit. 1988 konnte man den ehemaligen Bayernligaspieler Werner Dörschmidt als Trainer verpflichten. Die Anfrage des BEV eine Mannschaft in der Landesliga spielen zu lassen wurde einstimmig abgelehnt.
Nach dem Umzug von Josef Ganslmeier übernahm Konrad Macht das Amt des 1.Vorstands. In diesem Jahr verabschiedeten sich mit Matthäus Faltermeier und Johann Buchtler zwei Spieler aus „erster Stunde“ in den Eishockey-Ruhestand und hingen ihre Schlittschuhe mit einem Abschiedsspiel an den berühmten „Nagel“.

Zum 20-jährigem Jubiläum 1990 hielt man eine kleine Feier in der Heckner-Halle.
Um der eishockeybegeisterten Jugend aus Grafenhaun und Umgebung eine Möglichkeit zum Eishockeyspielen zu geben, gründete man eine 3. Mannschaft . Diese wurde von Konrad Macht betreut und in Freundschaftsspielen auf die Punktspielrunde vorbereitet.

1993 beendete Werner Dörschmidt sein Amt als Trainer der I. und II.. Mannschaft..

Von 1991 – 1994 wurde neben der LEM ebenfalls noch jedes Jahr für den viel zu früh verstorbenen Vereinsgründer und Ehrenmitglied Max Faltermeier ein Gedächtnisturnier mit folgenden Mannschaften ausgetragen:

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Nach dreimaligem Gewinn der I. Mannschaft blieb der Pokal in
Grafenhaun.

1995 wurde dann ein 2-tägiges Fest zum 25. Vereins-Jubiläum mit Weihe einer Vereinsfarbe im Rahmen eines Festgottesdienstes gefeiert.

Ab dem Jahre 1997 spielten 3 Mannschaften in der LEM mit.
Die 1. Mannschaft kämpfte jedes Jahr um die Meisterschaft, leider reichte es meistens nur für den 2. Platz.

Ab dem Jahre 2003/2004 teilte man die Mannschaften neu ein.
2 Teams spielten weiterhin in der LEM mit und die 3. Mannschaft
stieg aus der Punkterunde aus und schloss sich der Isar-Hockey-League (IHL) an. Die 3. Mannschaft, die sich hauptsächlich aus „Erfahreren“ Spielern und ganz „Frischen“ zusammensetzte, spielte nun gegen Hobby-Mannschaften in Moosburg, Dorfen, Nürnberg, Ebersberg und München.

Da der Nachwuchs für den Eishockeysport nicht mehr so einfach zu begeistern war, wurde 2008 aus den ersten beiden Mannschaften ein Team gebildet.

Aber nichts desto trotz, erreichte man 2009 die einzigartige
!!!! Doppelmeisterschaft !!!
Die 1. Mannschaft wurde Erster in der der 2. Runde der LEM und feierte somit den Aufstieg in die 1. Runde.
Die „Aktiven Herrn“ gingen als Meister de Isar Hockey League hervor.
2011 zog sich die AH aus der IHL zurück und bestreitet seither nur noch Freundschaftsspiele . Die 1. Mannschaft kämpft weiterhin in der LEM um die Punkte.

Im gesellschaftlichen Bereich veranstaltet der EVG sein alljährliches Weinfest, die Vatertagsfeier, das Starkbierfest sowie die Weihnachtsfeier für Jung und Alt im Vereinslokal Heckner. Desweiteren veranstaltet man jedes Jahr ein Zeltlager für die Kinder aus Grafenhaun und Umgebung am Sport- und Spielplatz und organisiert Eiszeiten für die Familien im Eisstadion Landshut. Seit über 25 Jahren wird jährlich ein Skiwochenende für die Mitglieder nach Fügen organisiert und seit 1999 veranstaltet man zusammen mit dem SV Oberglaim einen Faschingsball im Gasthaus Betz.